Es kommt einem ein wenig befremdend vor. Ein ganz urplötzlich neuer Zustand. Plötzlich bemerkt man, dass etwas nicht so läuft, wie es laufen sollte. Nur durch die Taten weniger gerät plötzlich alles aus den Rudern. Man verliert die Kontrolle. Man möchte schreien. Man möchte allen möglichen Menschen die Schuld für etwas geben, dessen sie sich vielleicht nicht im klaren sind. Oder sie sind einfach nicht schuldig. Ich weiß, das gewisse Menschen und Momente in meinem Leben sehr wichtige Komponente für das sind, was ich jetzt bin. Doch was andere von mir denken, kann ich cniht beeinflussen. Ich kann nur versuchen, ihnen neue Anspekte zu bieten. Ich kann sie aber nicht zwingen, vollkommen anders zu denken. So kann ich meine Mutter nicht dazu bringen, von mir anders zu denken. Sie hat ein vollkommen verzerrtes bild von mir. Sie kennt mich nicht. Dafür kenne ich sie sehr gut. 19 Jahre nun lebt sie an mir vorbei, sodass ich auch die Interesse an ihr verloren habe. Was mich aber nicht zu einer schlechten Tochter macht. Ich kenne sie einfach schon. Ich kenne die Vernachlässigung ihrer Erziehung. Die unpädagogischen und willkürlichen Strafen. Doch ab einem gewissen Alter hat man es satt, von einer Person, die ihr Leben selber nicht in den Griff bekommt, bevormundet zu werden. Das hat sie nun auch abgelegt. Dafür sucht sie sich andere Beschäftigungen. Zum Beispiel das Einreden lassen meines Vaters. Der, der nie da war, der der eigentlich noch weniger über mich weiß als meine Mutter. Bei einem Realschulabschluss von 1,8 meint er, dass das schlecht sei. Kein einziges lobendes Wort. Nun stellt er irrsinnige Spekulationen auf, dass ich nun sogar nicht einmal mehr studieren gehen würde. Wie will er das wissen? Er hört mir nicht richtig zu. Nur weil ich mir noch unschlüssig bin, WAS ich studieren will, heißt das nicht, dass ich NICHT studieren will. Doch wie will man einem älterem Herr die jugendlichen Ansichtsweisen erklären? Nun bedenkt meine Mutter aufgrund einer labilen Lebensweise, die Gedanken meines Vaters aufzunehmen, anstatt einfach mit ihrer Tochter zu reden, die nunmal 3 große Meterchen von ihr entfernt sitzt, und vielleicht etwas liest. Nun kommt Mütterchen zu dem Entschluss, dass ihre Tochter scheinbar eine Egoistische ist. Dass ihre Tochter sie verlassen wird und ihr kein Geld mehr da lassen würde. Nun gut, das gibt mir nun nur das reine Gefühl, nur aufgrund des Geldes gezeugt worden zu sein. Herzlichen Dank dazu. Nun denkt sie aufgrund ihrer herausragenden Kombinierungsgabe, dass ich mich nicht um sie kümmern werde, sie nie besuchen, sie auch nicht finanziell unterstützen werde, geschweigedenn überhaupt noch auf irgendeine Art und Weise für sie da zu sein. Sie bemengelt meinen Umgang mit Geld, dass Vorhergesehenes nicht vom geschenkten Geld gekauft wird. Nun ja. Wie soll man denn sonst diverse Klassenkassenkonten selber füllen. Wie soll man sich denn sonst Schulsachen kaufen? Banale Dinge wie Schreibblöcke oder Stifte, Essen für den Mittag oder Getränke, müssen mit dem geschenkten Geld gekauft werden. Da die gedachte großzügige Mama aber nicht für einfache Lebensmittel aufkommen kann, geschweigedenn für etwas anderes, frage ich sie nicht um Geld. Ich bitte sie nicht um Essensgeld. Nicht um etwas zu Trinken. Nicht um etwas zum Anziehen. Nicht etwas für die Schule. Nicht etwas zum Weggehen mit Freunden. Und da fragt man mich noch, wieso ich das erwünschte Ziel noch nicht erreicht habe. Vielleicht, weil mir selbstverständliche Grundlagen nicht gegeben werden. Hätte ich diese, wäre mein Ziel schon vor zwei Jahren erreicht. Nun muss ich mir anhören, ich sei eine ach so schlechte Tochter. Versuche aber auch den Geldbeutel meiner Mutter nicht zu belasten. Muss mir anhören, ich sei egoistisch. Muss mir anhören, ich könne nicht mit Geld umgehen. Doch stellt sich doch eine Frage: Wieso kümmerst du dich nicht um dich selbst? Wieso meckerst du über eine geringe Rente? Du könntest nebenher auch ein wenig arbeiten gehen. Aber darüber stellt sich dein Stolz. Du willst nicht untergeordnet sein. Doch bist du doch schon rein untergeordnet, wenn du hier wohnst. Du wohnst unter einem Vermieter. Du bist sogar von Supermärkten abhängig, weil du keinen eigenen Garten hast. Und trotzdem hast du zu viel Stolz, deinen Arsch zu bewegen. Du sitzt nur vor dem Pc, oder vor dem Fernseher. Lässt mich die Wohnung alleine schmeißen. Und dann darf ich nicht einmal etwas verrücken. Du nimmst meinen Unterhalt, und kaufst davon vielleicht 5% Dinge für mich. Danke auch noch hierfür. Ich danke dafür, eine Mutter zu haben. Doch gibt es immer Bessere. Ich weiß, dass du mich liebst. Aber du liebst dich um das 1000- fache mehr. Das ist zwar auch gut. Aber wer ist dann wirklich der egoistische Part? Ich hocke mich hin. Ich lerne. Und ich lebe. ICh lebe mit meinen Freunden. Ich bin nicht 24 Stunden am tag daheim. Nur die paar Stunden Schlaf. Ich werde mich trotzdem um dich kümmern, wenn es dir schlecht geht. Wenn ich auch dazu befähigt bin, werde ich dir auch helfen. Doch eigenltich bist du für dein Leben selber verantwortlich. Du sagst auch selber, dass du stolz bist, mich nicht erzogen zu haben. Das sich das alleine gemacht hätte. Nun ja. Die Selbstentwicklung und das Umfeld haben mich dann erzogen. Doch wozu bin ich dann noch hier? Man raubt meine Kraft. Und selbst ich muss mich hier meiner vielen Worte entlasten. Ich fühle mcih unfähig. Weil niemand an mich glaubt. Was soll dann aus mir werden? Ich habe nur den eigenen Glauben an mich, doch dieser wird systematisch von den eigenen Reihen zerplückt und zertrampelt. Nun gut. Danke. Danke für eine zukunft ohne vernünftigen hinblick. Danke für das Zerstören meinerseits. Danke. Es bleibt mir nur Danke zu sagen und zu hoffen, dass ironie ein begriff ist. Doch selbt daraufhin musst eich dich erst hinweisen, als ich mit einem ironischen Untertn darauf hingewiesen hatte, dass ich dich im Stich lassen würde. Darauf musste ich dich hinweisen. Weil du sonst immer so von mir denkst. Denke du nur weiter. Dafür bleibt mir nichts anderes übrig, als nur weiter zu danken.
Danke.
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